Österreich & Slowenien – Hey! Slavko! Spiel uns eins!

13.09.2018 – 21.09.2018

Nach hunderten Kilometern Schotterpisten im Baltikum und in Finnland ohne Scheibenschäden hat sich unser Dicker auf der Fahrt von Hannover nach Landshut auf der gepflegten deutschen Autobahn noch einen fetten Steinschlag eingefangen. Wie passend, kommen wir doch so nicht durch den TÜV. Noch passender, denn der Werkstattermin steht ja schon fest, verliert Michaela auf ihrer ersten Solotour sämtliche Kupplungsflüssigkeit. Also verpassen die Jungs bei MAN dem Dicken neben einer neuen Frontscheibe auch noch einen neuen Kupplungsnehmerzylinder. Das neue Oberteil unserer Dieselpumpe baut Peter noch ein. So ist der Dicke „gschickt“ für ein weiteres Reisejahr und wir haben nach zwei Wochen in der Heimat auch fast alle anderen Punkte auf unseren To-do-Listen abgearbeitet.

Nach vielen schönen Stunden mit Familien und Freunden heißt es daher wieder Abschied nehmen und wir reisen ein, in die Alpenrepublik. Ganz ohne weiteren Plan fahren wir mautfrei über Kufstein nach Kitzbühel und durch den Felbertauerntunnel. Als wir auf der anderen Seite des Tunnels wieder rauskommen, sehen wir das Hinweisschild auf den Nationalpark Hohe Tauern – und zack, der Plan ist da. So muss Reisen für uns sein. Also Blinker rechts! In Matrei versorgen wir uns noch mit dem Nötigsten, selbstverständlich auch mit Almdudler, bevor wir am nächsten Morgen loswandern. Die ersten 600 Höhenmeter auf dem Weg zur St.Pöltener Hütte gehen noch ganz entspannt, auf den zweiten merken wir dass wir unsere Kondition wohl im Tal vergessen haben. Als wir auf 2.481 Metern ankommen sind wir ganz schön aus der Puste, aber sehr glücklich. Die Berge haben uns in den letzten Monaten schon sehr gefehlt und umso mehr genießen wir den Blick auf die Venedigergruppe mit ihrem beeindruckenden Gletscher. Das Gefühl, körperlich erschöpft zu sein, als wir abends wieder am Dicken ankommen, tut richtig gut und das importierte Belohnungsweizen aus München schmeckt dreimal so lecker.

Da durch den langen Abstieg am Vortag Michaelas Knie rumzickt, gehen wir heute nur eine kleine Runde ins Aussergschlöss und brechen am Nachmittag auf in Richtung Wurzenpass. Wir übernachten noch einmal in Österreich bevor wir nach Slowenien rüberfahren und den Vrsic-Pass in Angriff nehmen. 50 enge, teilweise mit Kopfsteinpflaster präparierte Serpentinen mit herrlichen Ausblicken auf das Triglav-Gebirge. Unser Dicker nimmt die Steigungen mit links (Hubraum ist einfach alles!) und so sind wir am frühen Nachmittag bereits in Trenta angekommen. Wir freuen uns wahnsinnig, als wir unsere Freunde Claudia und Oli mit unserem Lieblingshund Neo auf den Campingplatz einbiegen sehen. In den nächsten Tagen wandern wir an der wunderschönen Soca entlang bis zu deren Quelle, spazieren zur Koritnicaschlucht, bestaunen kanadische Kids die von der Brücke in den eiskalten Fluss springen, kochen, grillen und stossen viele Male an auf unsere gemeinsame Zeit.

Der Triglav-Nationalpark ist spektakulär, unser Standplatz für die Jahreszeit nicht optimal – das Tal bei Trenta ist noch sehr eng und daher braucht die Sonne sehr lange bis sie ihre wärmenden Strahlen über die Berge schickt. Wir fahren daher einige Kilometer weiter nach Tolmin, an das flachste Ende des Nationalparks. Hier sind die Wandermöglichkeiten auch etwas „entspannter“ – es sind nicht immer gleich mehrere hundert Höhenmeter in steil und noch steiler zu erklimmen. Die Soca ist zudem nicht mehr ganz so kalt und so können wir sogar im Fluss rumkraxeln ohne uns die Beine abzufrieren. Ganz Tapfere, wie Peter, gönnen sich ein erfrischendes Ganzkörperbad. 

Da Claudia und Oli nach Kroatien weiterreisen wollen, schließen wir uns an und verlassen daher bereits nach ein paar Tagen Slowenien. Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal hier – der erste Eindruck der letzten Tage hat uns mehr als überzeugt wiederzukommen! 

PS. Der Titel dieses Beitrags „Hey! Slavko! Spiel uns eins!“ ist Michaelas Erinnerung an die Sonntag Vormittage bei ihren Großeltern. Die Hits von Slavko Avsenik und seinen Original Oberkrainern liefen beim Opa rauf und runter. Für den unwahrscheinlichen Fall dass es jemand nicht kennt: 

Trompetenecho

5 Gedanken zu „Österreich & Slowenien – Hey! Slavko! Spiel uns eins!

  • 2. Oktober 2018 um 16:36
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    Aaaaah, I wish we could. How lovely that would be, but we are due on the Welsh coast next week. Not the same as Dalmatia.
    Also the route from Scotland to Wales passes through a place called England and there are more campervans for sale there. I hope to find one we like.
    We could join you on an adventure still to come. Where next?
    Keep truckin‘.

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    • 4. Oktober 2018 um 18:16
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      Montenegro, Albania and Greece is next – so come on and join us!
      England will still be there for a while, hopefully 😉

      Antwort
      • 7. Oktober 2018 um 10:55
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        Sounds wonderful. Raining and cold here and the house heating is on. Sadly the Wales holiday is booked.☹😣
        Keep the info flowing,
        GnM

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  • 2. Oktober 2018 um 11:36
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    Well MuP, you certainly get around. We haven’t posted a comment but have followed your progress round the Baltic. It looked fascinating, and so different. We have yet to buy our campervan, but it is getting closer. We may follow in your footsteps and hope for a summer like this one. Our only trip into that region was Norway, where we found similar alcohol „problems“. My liver was healthier when we got home.
    Now you are in an area we know well. We have made 4 trips to walk and climb in the Julian Alps, and drove down the Dalmatian coast. Maybe we will take our camper there too and bring back some memories.
    Keep going.
    GaM?!

    Antwort
    • 2. Oktober 2018 um 15:56
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      Dear MaG, what about freshing up our memories together and visiting us here at the dalmatian coast?
      Doviđenja! MuP

      Antwort

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